Panorama-Kamera mit 4K-Videos und 30-Megapixel-Fotos 360-Grad-Panorama-Kameras sind auf digitalEyes.de ein Schwerpunkt. Da fehlte uns noch der Test der Samsung Gear 360 VR-Kamera. Diese ist auch gut ein halbes Jahr nach Markteinführung noch topaktuell, ihr Preis mit mittlerweile unter 300 Euro angesichts der gebotenen Leistung ausgesprochen günstig. Die spritzwassergeschützte Kamera verspricht eine 4K-Videoqualität als Ausgangsmaterial für die Panorama-Videos und produziert mit ihren zwei Kameras stattliche 30-Megapixel-Panoramafotos.

Bei der Samsung Gear 360-Kamera muss ich ganz an Anfang einen wichtigen Hinweis loswerden: Diese Kamera ist, im Gegensatz zu anderen Panorama-Kameras auf dem Markt, ausschließlich als Zubehör für Samsung-Smartphones gedacht. Offiziell unterstützte Geräte der App sind derzeit: Galaxy Note 5, Galaxy S6, Galaxy S6 Edge, Galaxy S6 Edge +, Galaxy S7, Galaxy S7 Edge und theoretisch das aus dem Verkehr gezogene Galaxy Note 7. Hast du ein anderes Smartphone, wird dir die zum Betrieb benötigte bzw. äußerst sinnvolle App "Gear 360 Manager" im Google Play Store gar nicht angeboten. Sehr sicher kann man davon ausgehen, dass auch die in 2017 kommende Generation Galaxy S8, Galaxy S8 Edge und Galaxy Note 8 mit dabei sein wird.

  • Bild Die Samsung Gear 360 Kamera wird mit einem praktischen, kleinen Tisch-Stativ geliefert, das zusammengeklappt auch als Handgriff genutzt werden kann. [Foto: Samsung]

    Die Samsung Gear 360 Kamera wird mit einem praktischen, kleinen Tisch-Stativ geliefert, das zusammengeklappt auch als Handgriff genutzt werden kann. [Foto: Samsung]

Die App und damit die Samsung Gear 360 Kamera wird also nur innerhalb der Welt der Samsung-Spitzenmodelle unterstützt – und lässt sich mit anderen Smartphones oder Tablets, z. B. günstigeren oder älteren Samsung-Smartphones, Android-Smartphones anderer Hersteller oder gar Apple iPhones nicht vollumfänglich betreiben. Zwar ist ein Betrieb der Kamera grundsätzlich ganz ohne Smartphone möglich – immerhin hat die Kamera ja auch Bedienelemente und sogar ein kleines Display und die Fotos und Videos landen sowieso erst einmal auf der eingesetzten Speicherkarte. Aber dann fehlt natürlich zum einen die Fernbedienungs-Möglichkeit, zum anderen wird man das spontane Betrachten der Aufnahmen vermissen, ebenso das mobile Teilen. Dass ein Anwender mit einer solchen Einschränkung leben mag, ist kaum vorstellbar.

Hinweis: Im Forum der XDA-Developers gibt es einen Hack, der die Beschränkung auf die wenigen offiziellen Samsung-Devices aushebeln soll. Damit ist dann der Betrieb auch mit älteren oder leistungsschwächeren Samsung Smartphones und auch Smartphones anderer Hersteller möglich, sofern diese mindestens Android 5.0 installiert haben Aber hierbei handelt es sich, wie gesagt, um einen Hack. Das ist keine unterstützte Software und für "normale Endanwender" kaum geeignet.

Wenn du also nicht ohnehin eines der oben genannten Samsung-Smartphones besitzt oder sowieso vor hast, eines zu kaufen, wirst du dich also vermutlich nach einer anderen Panorama-Kamera umsehen. Oder ist die Samsung Gear 360 vielleicht doch so gut oder so günstig, dass sie in jedem Fall eine Überlegung darstellt? Und ist ein "Stand-Alone-Betrieb" überhaupt technisch möglich? Auch das kläre ich in diesem Test.

Denn bei der Samsung Gear 360 kann man auch als Nicht-Samsung-Anwender, der vollsphärische Panorama-Aufnahmen machen möchte, durchaus schwach werden. Die Kamera hat zunächst einmal überzeugende technische Daten. Sie verspricht 4K-Videoaufzeichnung. Das ist aus meiner Sicht bei vollsphärischen Videos unerlässlich. Mit weniger kann man nicht zufrieden sein, denn ein vollsphärisches Video wird immer ausschnittsweise betrachtet. Da kann man quasi gar nicht genug Auflösung haben. Jedenfalls kann man nicht z. B. mit FullHD zufrieden sein, denn das bedeutet, dass der Bildausschnitt, den du dir später anschaust, z. B. nur 320 x 240 Pixel hat. Der gleiche Motiv-Ausschnitt aus einem 4K-Video hätte dann immerhin schon 640 x 480. Damit kann man gerade so leben. Auf kleineren Displays sogar recht gut. Kameras, die vollsphärische Panorama-Videos in 4K aufnehmen gibt es derzeit aber nicht viele. Zudem ist die Samsung Gear 360 recht preisgünstig. Die Kamera gibt es derzeit quasi überall schon für unter 300 Euro. Bei einigen Internet-Händlern sogar schon für 269 Euro! Werfen wir mal einen Blick auf zwei bekannte Konkurrenten: Die gerade auf den Markt gekommene Nikon KeyMission 360 kann auch vollsphärisches 4K-Video, kostet knapp 500 Euro, also fast das Doppelte! Oder die bekannte Ricoh Theta Produktfamilie, da kostet die Theta SC rund 260 Euro, die Theta S etwa 330 Euro – beide machen zwar ordentliche Fotos, können aber kein 4K-Video sondern nur ein Viertel davon, siehe oben. So gesehen ist die Samsung Gear 360 allein preislich ein Schnäppchen, wenn sie hält, was sie verspricht.

Womit kann die Gear 360 noch punkten? Mit der genannten, vollen Bedienbarkeit auch ohne Smartphone. Das ist tatsächlich auch nicht selbstverständlich. Die eben genannten Konkurrenten können das beide nicht. Beide geizen mit Bedienelementen und Anzeigen und sind überhaupt nur über eine Smartphone-App konfigurierbar. Dafür gibt es aber auch Apps für Android und iOS und für alle möglichen Smartphones, bei der Samsung hingegen nur für einige Samsung-Smartphones.

  • Bild Rundgang um die Samsung Gear 360: dies ist die "Hauptkamera". [Foto: Samsung]

    Rundgang um die Samsung Gear 360: dies ist die "Hauptkamera". [Foto: Samsung]

  • Bild Rundgang um die Samsung Gear 360: seitlich sitzt unten der Ein/Aus-Schalter, oben die Menü-Taste. [Foto: Samsung]

    Rundgang um die Samsung Gear 360: seitlich sitzt unten der Ein/Aus-Schalter, oben die Menü-Taste. [Foto: Samsung]

  • Bild Rundgang um die Samsung Gear 360: Auf der Seite, wo oben das OLED-Display sitzt, ist die so genannte "Frontkamera". Beide Kameras können einzeln oder zusammen betrieben werden. [Foto: Samsung]

    Rundgang um die Samsung Gear 360: Auf der Seite, wo oben das OLED-Display sitzt, ist die so genannte "Frontkamera". Beide Kameras können einzeln oder zusammen betrieben werden. [Foto: Samsung]

  • Bild Rundgang um die Samsung Gear 360: unter der Klappe befinden sich die Einschübe für den Akku und die Speicherkarte sowie eine MicroUSB-Buchse zum Aufladen. [Foto: Samsung]

    Rundgang um die Samsung Gear 360: unter der Klappe befinden sich die Einschübe für den Akku und die Speicherkarte sowie eine MicroUSB-Buchse zum Aufladen. [Foto: Samsung]

  • Bild Rundgang um die Samsung Gear 360: oben sitzt der Auslöser (bzw. Video-Start/Stopp-Taste) und das OLED-Display. [Foto: Samsung]

    Rundgang um die Samsung Gear 360: oben sitzt der Auslöser (bzw. Video-Start/Stopp-Taste) und das OLED-Display. [Foto: Samsung]

Lieferumfang

Geliefert wird die Kamera in einer schicken, zylinderförmigen, aber leider recht unnützen Verpackung: unten Pappe, oben eine Kunststoff-Haube, zusammengeklebt mittels Klebestreifen. Hätte die Verpackung statt dessen einen Schraubverschluss (oder einen einen stabilen Steckverschluss), wäre sie auch eine sehr gute Transportbox, denn sie ist klein, stabil und hat gerade genug Platz für alles mitgelieferte Zubehör. Mangels jeglicher "Zuhalte-Möglichkeit" muss sie aber in den Schrank oder gleich in den Müll wandern.

In der Transportbox ist die kugelförmige Kamera bereits auf dem mitgelieferten Mini-Stativ montiert. Dieses knuffige Teil dient zusammengeklappt gleichzeitig als Handgriff. Die beiden Flächen, an denen beide Teile – die Kamera und das Mini-Stativ, aneinander liegen, sind beide silikonartig gummiert. So muss man beide nur etwas fest zusammenschrauben, ohne, dass sie sich von selbst wieder lösen. Durch die Gummierung sitzt die Kamera übrigens auch auf allen möglichen anderen Halterungen (wie z. B. Selfie Sticks) sehr sicher, ohne dass man die Gewindeschrauben zu sehr anziehen muss.

Mitgeliefert wird zum Glück auch ein Stoffbeutel, denn die vorstehenden Linsenabdeckungen der Panorama-Kamera wollen beim Transport geschützt werden. In den Stoffbeutel passt erfreulicherweise die Kamera komplett mit angesetztem Mini-Stativ. Der Beutel ist eher einfach, kaum gepolstert, aber immerhin gefüttert. Damit ist die Kamera zumindest ausreichend vor Kratzern geschützt.

Erster Eindruck und Ausstattung

Die Kamera selbst macht einen sehr hochwertigen Eindruck, sie ist zumindest gegen Spritzwasser geschützt, dafür sorgt nicht zuletzt eine Dichtung an der Klappe, die den USB- und HDMI-Anschluss, den Speicherkartensteckplatz und den Akkuschacht verdeckt. Die Lackierung ist weiß mit ganz leichtem Metallic-Effekt (ohne dass sie peinlich zu sehr nach Perlmutt-Effektlackierung aussieht). Alles ist ordentlich beschriftet und es gibt sogar drei Tasten und ein etwas tief in einem "Schacht" liegendes OLED-Status-Display. Mit den wenigen Tasten und dem Display ist die Kamera tatsächlich vollständig bedienbar. Da du auch z. B. die Zeitverzögerung der Aufnahme einstellen kannst (2 Sekunden, 5 Sekunden, 10 Sekunden, keine Verzögerung), hast du nach dem Auslöser genug Zeit die Kamera so halten, wie du es für die Aufnahme brauchst oder kannst dich sogar von der Kamera entfernen, um nicht (oder nicht allzu dominant) mit auf dem Foto oder Video zu erscheinen. Bei der Bedienung musst du dich entscheiden. Wenn die App zur Fernsteuerung gerade mit der Kamera verbunden ist, sind die Tasten an der Kamera ohne Funktion. Dann musst du also z. B. über die App auslösen und kannst nicht die Aufnahmetaste an der Kamera nutzen.

Interessant ist vielleicht noch, dass du mit der Gear 360 Kamera nicht nur ausschließlich vollsphärische Panorama-Aufnahmen machen kannst, sondern du kannst auch nur die eine oder nur die andere Kamera zum Fotografieren auswählen und erhältst dann quasi ein Superweitwinkel-Foto oder -Video, vergleichbar etwa mit Fisheye-Aufnahmen üblicher Actioncams. Direkt an der Kamera oder auch über die Smartphone-App kannst du auswählen ob nur die vordere, nur die hintere oder beide Kameras aufnehmen sollen. Die "Hauptkamera" ist dabei diejenige, die vom Display weg zeigt, die "Frontkamera" (so in der App genannt) ist die, auf die du schaust, wenn du aufs OLED-Display guckst. Außerdem kannst du umschalten zwischen Fotoaufnahme, Videoaufnahme, Timelapse (ein Zeitraffervideo, das direkt in der Kamera erstellt wird) oder "Video looping", was bedeutet, dass die jeweils älteren Aufnahmen einer Serie immer wieder überschrieben werden, sodass du am Ende den letzten, wahrscheinlich interessanten Zeitbereich auf der Speicherkarte hast.

Innerhalb der Kamera werden die Fotos und Videos ungestitched gespeichert, d. h. sie enthalten zwei runde Fisheye-Bilder nebeneinander. Erst in der Weiterverarbeitung, d. h. in der Smartphone-App oder auf dem heimischen PC (oder Mac) werden daraus Videos in sogenannter Rektangularprojektion ("Plattkarte", englisch "Equirectangular Projection"), die man nutzen kann. Auf die Details gehe ich weiter unten im Abschnitt "Foto und Video in der Praxis" ein.

  • Bild Das OLED-Status-Display der Samsung Gear 360 zeigt alle wichtigen Informationen an und ermöglich mit Hilfe der drei Tasten alle wichtigen Einstellungen direkt an der Kamera vorzunehmen. Ein Betrieb ohne Smartphone ist damit grundsätzlich kein Problem. [Foto: MediaNord]

    Das OLED-Status-Display der Samsung Gear 360 zeigt alle wichtigen Informationen an und ermöglich mit Hilfe der drei Tasten alle wichtigen Einstellungen direkt an der Kamera vorzunehmen. Ein Betrieb ohne Smartphone ist damit grundsätzlich kein Problem. [Foto: MediaNord]

  • Bild Unter der Klappe der Samsung Gear 360 Kamera befindet sich das Akku-Fach, der Speicherkarten-Steckplatz sowie eine MicroUSB-Buchse zum Aufladen. [Foto: MediaNord]

    Unter der Klappe der Samsung Gear 360 Kamera befindet sich das Akku-Fach, der Speicherkarten-Steckplatz sowie eine MicroUSB-Buchse zum Aufladen. [Foto: MediaNord]

Google Street View App

Die Samsung Galaxy Gear 360 ist eine der wenigen Kameras, die direkt von Google Street View unterstützt werden. Die App gibt es für Android und iOS und sie ermöglicht schnell und unkompliziert (und auf Wunsch sogar automatisch) Panorama-Fotos zu machen und zu Google Maps hochzuladen. Diese Anwendung soll nicht Gegenstand dieses Tests sein. Ich kann aber bestätigen, dass es – bei exaktem Befolgen der in der App verlinkten Anleitung – problemlos möglich war, ein iPhone 7 Plus mit der Gear 360 Kamera zu verbinden und damit Fotos zu machen.

Gear 360 ActionDirector (powered by Cyberlink)

Für Windows und MacOS gibt es die Software Gear 360 ActionDirector powered by Cyberlink, die der Gear 360 Kamera beiliegt (eine Seriennummer) bzw. die aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Das Programm entspricht der Version 1 der Software Action Director von Cyberlink, die Teil der Power Director Suite war und auch einzeln erhältlich war. Wenn ich schreibe "erhältlich war" will ich damit sagen, dass es diese Version aktuell eigentlich gar nicht mehr gibt. Seit September 2016 ist die Version 2 aktuell. Ob diese signifikante Vorteile bietet, werde ich noch in einem separaten Test untersuchen. Zur groben Einordnung der Software: Sie ist hauptsächlich dafür gedacht schnell und einfach Videos von Actioncams zu verarbeiten und zu veröffentlichen. Das Programm beherrscht auch 360-Grad-Videos (weshalb sie so gut für die Gear 360 geeignet ist), du kannst damit aber auch normale 2D-Videos verarbeiten. Einzeln kostet das Programm (in der Version 2) 49,99 Euro. Ein preisreduziertes Upgrade von der Samsung-Version Gear 360 ActionDirector bietet Cyberlink derzeit nicht an. Auf den Workflow und die Qualität der Ergebnisse gehe ich weiter unten in diesem Test noch ein.

Samsung Gear VR

VR-Brille für Samsung-Smartphones

Während des Tests hatte ich auch die Gelegenheit die zum Samsung-Smartphone-Ökosystem gehörige VR-Brille namens Gear VR zu testen. Diese bietet gegenüber einfachen CardBoard Brillen oder anderen "unabhängigen" Lösungen den Vorteil, dass die Samsung VR-Brille Bedienelemente besitzt, mit denen sich das eingelegte Samsung-Smartphone steuern lässt. An der rechten Seite ist ein Touch-Panal, darüber ein "zurück" und ein "Home"-Button, weiter vorne, ebenfalls auf der rechten Seite sitzen noch zwei Lautstärke-Tasten. Die Bedienung über die Tasten ist grundsätzlich sehr praktisch. Dank des Touch-Panels kannst du dich sogar beim Betrachten von VR-Inhalten in der Szene bewegen, ohne den Kopf zu drehen. Um mal die gewünschte "Null-Position" einzustellen ist das super. Damit das funktioniert, wird das Samsung-Smartphone beim Einsetzen in die Brille über die USB-Schnittstelle auch elektrisch damit verbunden.

Das Betrachten von Virtual-Reality-Content mit einer solchen Brille ist zunächst extrem faszinierend. Zumindest bei mir nutzte sich dieser Effekt dann aber schnell ab und ich empfand das ständige Herumdrehen des Kopfes zu mühsam und auch das ständige Suchten "wo passiert eigentlich gerade was?" anstrengend. Zudem kam, nachdem die erste Begeisterung verflogen war, schnell wieder der hohe Qualitätsanspruch, den ich oft habe, zum Vorschein. Mit dem Ergebnis, dass ich die Auflösung, die so ein Handy-Display hat, zumindest für meinen Anspruch nicht reicht. Im Test hatte ich immerhin das Samsung Galaxy S7 mit einem eigentlich wunderschönen 2560x1440-Sub-Pixel-Display. Das ist mehr als jedes Smartphone hat, das ich selber besitzt und natürlich ist das bei der normalen Benutzung mehr als ausreichend und knackscharf. Bei der Betrachtung durch die Brille stehen aber jedem Auge "nur" noch 1280x1440 Sub-Pixel zur Verfügung (abzüglich einiger schwarz geschalteter Bereiche), was ja per se auch nicht so schlecht ist. Das Problem (für mich) ist eher, dass das Smartphone ja direkt vorm Auge sitzt und dass man wie durch riesige Lupen darauf schaut. Und tatsächlich kann man bei homogenen weißen oder hellgrauen Flächen jeden einzelnen roten, grünen und blauen Pixel auf dem Display identifizieren. Dazwischen liegen die "Gaps", das sind dunkle Linien. Sicherlich soll man sich nicht auf die Sub-Pixel, sondern das VR-Geschehen konzentrieren, aber ich kann nicht umhin, ständig "Pixel" zu sehen.

Zudem ist gerade das Betrachten der mir der Gear 360 betrachteten Fotos und Videos ziemlich mühsam. Beim Einsetzen des Smartphones in die Brille rief diese grundsätzlich das Hauptmenü auf. Von dort aus muss man sich dann wirklich umständlich zu den eigenen Fotos und Videos navigieren, die zu allem Überfluss auch noch in getrennten Menüpunkten liegen. Du kannst also nicht mal eben von einem Foto zu einem Video springen, sondern du findest alle Fotos und alle Videos "schön" getrennt vor. Das nervt. Und wenn ich jemandem eine Aufnahme aus der Gear 360 Kamera mal eben kurz in der VR-Brille zeigen will, dann habe ich eigentlich schon jeden Coolness-Faktor verspielt, wenn erst einmal drei Minuten zum richtigen Video navigieren muss. Da greife ich dann doch lieber zu einer einfachen Card-Board-Papp-Brille oder zeige die Fotos und Videos gleich direkt auf dem schönen Smartphone- oder Tablet-Display.

Kleine Anekdote am Rande: Die 360-Grad-Live-Ausstrahlung des Eröffnungskonzerts auf der Gear VR Brille anzuschauen ist mir auch nur mit einem Trick gelungen. Ich habe das Samsung Galaxy S7 einfach verkehrt herum in die Halterung der Brille gesteckt, so dass die Buchse auf "falschen" Seite in der Brille lag und kein Kontakt zum Stecker stattfand. Nur so konnte ich verhindert, dass ein Einstecken des Smartphones mit laufendem YouTube-Live-Video im Card-Board-Modus nicht beim Einlegen in die Brille abbrach und ich mich stattdessen im Hauptmenü der Gear VR App wiederfand. Sowas kann aber sicher nicht Sinn der Sache sein.

  • Bild Die Samsung Gear 360 Kamera ist Teil der Samsung-Gear-Infrastruktur, zu der auch die Samsung Smartphones der Galaxy-S-Serie und der Note-Serie sowie die Gear VR Brille gehört, in die das Smartphone eingelegt wird. [Foto: Samsung]

    Die Samsung Gear 360 Kamera ist Teil der Samsung-Gear-Infrastruktur, zu der auch die Samsung Smartphones der Galaxy-S-Serie und der Note-Serie sowie die Gear VR Brille gehört, in die das Smartphone eingelegt wird. [Foto: Samsung]

Foto und Video in der Praxis

Fortsetzung auf Seite 2