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Aufbau und Leistung – die Eckdaten

Den Quadrokopter gibt es, wie erwähnt gänzlich ohne Gimbal-Head, mit auf GoPro-Kameras ausgelegtem Gimbal-Head oder mit Gimbal-Head und hauseigener Kamera. Die Gimbal-Heads sind einfach austauschbar ohne an Kabeln herumzupfen zu müssen, wie oben bereits erwähnt. Wir konzentrieren hier auf die Variante mit hauseigener Kamera (Xplorer Vision).

  • Bild Der Cotroller bietet alle grundlegenden Steuerelemente. Für ein Live-Bild und die Anzeige aller Flugdaten der Drohne kannst du ein Smartphone anschließen. [Foto: XIRO]

    Der Cotroller bietet alle grundlegenden Steuerelemente. Für ein Live-Bild und die Anzeige aller Flugdaten der Drohne kannst du ein Smartphone anschließen. [Foto: XIRO]

  • Bild Für das Smartphone besitzt die Fernsteuerung eine Halterung, die bei Nicht-Gebrauch komplett im Gehäuse versenkt werden kann (Smartphone im Lieferumfang nicht enthalten). [Foto: Xiro]

    Für das Smartphone besitzt die Fernsteuerung eine Halterung, die bei Nicht-Gebrauch komplett im Gehäuse versenkt werden kann (Smartphone im Lieferumfang nicht enthalten). [Foto: Xiro]

  • Bild Pfiffiges Design der Xiro Fernbedienung: Der Standbügel ist gleichzeitig Tragegriff. [Foto: Xiro]

    Pfiffiges Design der Xiro Fernbedienung: Der Standbügel ist gleichzeitig Tragegriff. [Foto: Xiro]

  • Bild Der ansteckbare Reichweiten-Extender ermöglicht das Anzeigen des Kamera-Live-Bilds auf dem Smartphone auch über größere Distanzen (bei den Versionen mit Gimbal im Lieferumfang enthalten). [Foto: Xiro]

    Der ansteckbare Reichweiten-Extender ermöglicht das Anzeigen des Kamera-Live-Bilds auf dem Smartphone auch über größere Distanzen (bei den Versionen mit Gimbal im Lieferumfang enthalten). [Foto: Xiro]

Die Diagonale von Rotor zu Rotor misst 35 cm – das ist so in etwa die Größe eines DJI Phantom, du du vielleicht kennst. Mit (austauschbarem) Akku zusammen wiegt das Gerät knapp 1000 Gramm, durch den Gimbal-Head mit Kamera kommen noch 200 Gramm hinzu (auch vom Gewicht her vergleichbar mit dem bekannten DJI Phantom). Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 54 Kilometern pro Stunde und einer Beschleunigung von 6 Metern pro Sekunde befindet sich der Xplorer Vision, verglichen mit seinen Kollegen dieser Preisklasse, in einem guten Mittelfeld. Höchstens 120 Meter Flughöhe sind möglich und das Signal der Fernsteuerung grenzt die größtmögliche Distanz auf theoretisch 500 Meter ein. Auf die Distanz wirst du den Kopter aber schon kaum mehr sehen können. Der Lithium-Polymer-Akku hat eine Kapazität von 5200 mAh und ermöglicht mit einer Ladung eine maximale Flugzeit von knapp 20-25 Minuten (heute ein üblicher bis guter Wert).

Vielleicht ist dir bei den Fotos der nackten Drohne (ohne Kamera) das niedrigere Landegestell aufgefallen. Das ist ein nettes Detail, finden wir. Für den Transport oder wenn du mal ohne Kamera fliegst, kannst du die vier Beine flacher abspreizen. Brauchst du mehr Höhe für den Gimbal, klappst du die Beine einfach gerade.

3-Achsen-Gimbal-Head und hauseigene FullHD-Kamera

Der in jeweils einer Version für GoPro-Kameras und die hauseigene Kamera erhältliche Gimbal-Head stabilisiert auf drei Achsen mit einer Präzision von 0,025 Grad. An dem Gimbal-Head des Xplorer Vision hängt eine FullHD-Kamera (1920x1080p), die mit 30 Bildern pro Sekunde filmt (in 1280x720p sind 60 fps möglich). Der Bildsensor hat 14 Megapixel, die Fotos entsprechend auch (4384x3288 Pixeln). Die Kamera speichert die Fotos auf Wunsch sogar als Adobe-DNG-Rohdateien, sodass du bei der Nachbearbeitung per Raw-Konverter das bestmögliche dort rausholen kannst. Als Bildwinkel kannst du 140, 110 und 85 Grad zur Wahl, wobei ab 110 Grad die Rotoren ins Bild geraten. Bei den kleineren Bildwinkel dürften zudem die Fotos nicht mehr in voller Auflösung entstehen, denn es wird ja technisch ein Bildausschnitt genommen (das Objektiv ist ja fix). Für eine FullHD-Kamera sehen die entstehenden Videos, die Xiro veröffentlicht hat, übrigens wirklich überaus gut aus (wir werden das noch in einem Test überprüfen). Obwohl die Aufnahmen leicht weich wirken, sind sehr viele Details zu erkennen; die Farben geraten etwas warm, doch der Gesamteindruck ist stimmig und auch Gegenlicht-Situationen begegnet die Kamera souverän. Die hauseigene Kamera enttäuscht also offenbar nicht. Wer lieber seine GoPro gen Himmel schicken möchte, kann aber stattdessen zum Xplorer G greifen. 

  • Bild Die Xplorer Vision Drone ist relativ kompakt und leicht und hat ein stylisches Gehäuse. Dennoch soll die Flugzeit bis zu 25 Minuten mit einer Akkuladung betragen. [Foto: XIRO]

    Die Xplorer Vision Drone ist relativ kompakt und leicht und hat ein stylisches Gehäuse. Dennoch soll die Flugzeit bis zu 25 Minuten mit einer Akkuladung betragen. [Foto: XIRO]

Fernbedienung – Controller und App

Zur Xplorer Vision Drone gibt es einen Controller aus schwarzem Kunststoff mit allseitig abgerundeten Kanten. Ebenfalls sehr edel und "unterhaltungselektronikmäßig" designt. Mit Bedienelementen hält sich die Fernsteuerung eher zurück. Zwei Joysticks dienen der Steuerung des Quadrokopters. Mit einem Drehregler stellst du die Kameraneigung ein. Hinzu kommen ein Schiebeschalter, mit dem du zwischen drei Betriebsstufen wählen kannst (mit jeder höheren Stufe erhöht sich der mögliche Radius und die Geschwindigkeit), eine Taste zur selbstständigen Rückkehr der Drohne, ein Knopf zum Abheben und Landen und eine Taste für die sogenannte IOC (Intelligent Orientation Control). Die IOC stellt ein an den Bediener angepasstes Bedienkonzept dar. Dabei orientiert sich die Drohne beim Ausführen der Befehle immer an deinem Standpunkt: Drückst du den Joystick also nach vorne, fliegt die Xplorer Vision Drone nicht nach Geräte-Vorderseite nach vorne sondern geradewegs von dir weg. Das kann vor allem beim manuellen Zurückholen des Quadrokopters hilfreich sein, denn dieser fliegt dann genau auf dich zu. Ein Vibrationsalarm macht dich übrigens auf niedrigen Kopter-Akkustand oder schlechte WLAN-Verbindung aufmerksam, sodass du den Xplorer rechtzeitig zurückholen kannst. Die Fernsteuerung arbeitet übrigens (wie üblich) im 5,8 GHz WLAN-Bereich, während die Kommunikation mit dem Smartphone (Livebild-Übertragung, Einstellung der Kameraparameter usw.) im 2,4 GHz Bereich läuft (wodurch sich beides nicht stört).

Zum Controller gibt es auch eine Smartphone-Halterung. Über die Xiro-App erhältst du auch über die maximale Distanz von 500 Metern zur Drohne ein Livebild der Kamera und kannst alle Flugdaten wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Entfernung, Akku-Ladestand und auf einer Karte visualisierte GPS-Daten empfangen. Auch kannst du die Xiro-eigene Kamera via App einstellen, was neben Aufnahmestart/-stopp auch ISO, Belichtungskorrektur, Weißabgleich und Aufnahmeformat umfasst. Hier findest du auch die Flug- und Aufnahmemodi der Xplorer Vision Drone. Neben kompletter manuell gesteuertem Flug kannst du dich von der Drohne verfolgen lassen und auch Mode-Erscheinung Selfie ist an Bord. Dabei gibst du Höhe und Abstand zu dir ein, woraufhin dich der Quadrokopter selbstständig umkreist.