360-Grad-Panorama-Actionkamera Die IFA 2015 nutzt JK Imaging, Lizenznehmer der Marke Kodak für den Kamerabereich, zur Vorstellung einer verbesserten Version seiner innovativen Panorama-Actioncamera. Wie die neue Typenbezeichnung SP360-4K andeutet zeichnet die Kamera die Videos nun in 4K-Auflösung auf, also 8-Megapixel-Videos. Eine hohe Auflösung ist bei Panoramaaufnahmen besonders wichtig, denn meist schaut man bei der Wiedergabe nur einen Ausschnitt aus dem Video an. Und da wird es schnell unscharf oder grobpixelig, wenn nicht genug Auflösung in der 360-Grad-Aufnahme enthalten ist.

  • Bild Das komplett in schwarz gehaltene Gehäuse der Kodak Pixpro SP360-4K ziert ein großer 4K-Schriftzug. In dieser liegenden Stellung nimmt die Kamera kreisrunde Videos mit 2880 x 2880 Pixel auf (8,3 Megapixel, allerdings mit schwarzen Ecken). [Foto: JK Imaging]

    Das komplett in schwarz gehaltene Gehäuse der Kodak Pixpro SP360-4K ziert ein großer 4K-Schriftzug. In dieser liegenden Stellung nimmt die Kamera kreisrunde Videos mit 2880 x 2880 Pixel auf (8,3 Megapixel, allerdings mit schwarzen Ecken). [Foto: JK Imaging]

  • Bild Vier Bedienelemente besitzt die Kodak Pixpro SP360-4K: Neben Ein-/Aus-Taste, Modus-Wähler und Menü-Taste (beide gleichzeitig Pfeil-Tasten zur Menü-Bedienung) sowie Auslöser gibt es jetzt (neu gegenüber dem Vorgängermodell) eine separate WiFi-Taste. [Foto: JK Imaging]

    Vier Bedienelemente besitzt die Kodak Pixpro SP360-4K: Neben Ein-/Aus-Taste, Modus-Wähler und Menü-Taste (beide gleichzeitig Pfeil-Tasten zur Menü-Bedienung) sowie Auslöser gibt es jetzt (neu gegenüber dem Vorgängermodell) eine separate WiFi-Taste. [Foto: JK Imaging]

Kodak, bzw. JK Imaging bzw. der Fertigungs- und Entwicklungspartner Asian Optics nimmt sich damit genau des Hauptkritikpunkts des Vorgängermodells, der Pixpro SP360 an. Schon damals hatten wir im Test bemängelt, dass die FullHD-Auflösung bei der Betrachtung als "Little Planet"-Video oder in bei der frontalen Aufnahme durchaus nett aussieht und das Ergebnis spektakulär ist. Aber für die ausschnittsweise Betrachtung des Videos reicht die aufgezeichnete Videogröße nur für kleine Bildausgabegrößen. Ein kleines Viewerfenster ist OK, die Vollbilddarstellung auf einem Smartphone auch. Aber bitte nicht auf einem größeren Monitor in den Vollbildmodus umschalten!

Das Problem behebt die neue Version nun. 4K-Video, das bedeutet die vierfache Breite und Höhe gegenüber vorher und damit sind einige Reserven vorhanden, dass auch ein Ausschnitt in HD, vielleicht auch noch in FullHD, gut aussieht. Die zweite Änderung bei der, bis auf die Gehäusefarbe zum Vorgängermodell äußerlich identischen Kamera, betrifft das Objektiv. Kaum merklich hat der Hersteller den Sichtbereich der Linse von schon erstaunlichen 215 auf nun 235 Grad erhöht. Dabei wird bei einer horizontal liegenden (oder hängenden) Kamera nun noch etwas mehr in der vertikalen Richtung aufgezeichnet. Gerade im wichtigen Bereich etwas über und unter der waagerechten (180 Grad) war bei der ersten Version schon ein Auflösungsverlust zu merken. Wir hoffen, dass nun durch den größeren Gesamtblickwinkel die Qualität bei 180-Grad noch etwas zugelegt. Unser Test, den wir sobald wir ein Testgerät bekommen, wieder machen werden, wird es hoffentlich zeigen. Bei frontaler Aufzeichnung werden 3840x2160 aufgezeichnet, bei Rundum-Aufnahme (kreisrundes Video) zeichnet die Kamera 2880x2880 Pixel große Videos auf (jeweils mit 30 fps).

  • Bild Vier Bedienelemente besitzt die Kodak Pixpro SP360-4K: Neben Ein-/Aus-Taste, Modus-Wähler und Menü-Taste (beide gleichzeitig Pfeil-Tasten zur Menü-Bedienung) sowie Auslöser gibt es jetzt (neu gegenüber dem Vorgängermodell) eine separate WiFi-Taste. [Foto: JK Imaging]

    Vier Bedienelemente besitzt die Kodak Pixpro SP360-4K: Neben Ein-/Aus-Taste, Modus-Wähler und Menü-Taste (beide gleichzeitig Pfeil-Tasten zur Menü-Bedienung) sowie Auslöser gibt es jetzt (neu gegenüber dem Vorgängermodell) eine separate WiFi-Taste. [Foto: JK Imaging]

  • Bild Das komplett in schwarz gehaltene Gehäuse der Kodak Pixpro SP360-4K ziert ein großer 4K-Schriftzug. In dieser stehenden Stellung nimmt die Kamera 4K-Videos im üblichen 16:9-Seitenverhältnis mit 3840 x 2160 Pixel auf (8,3 Megapixel). [Foto: JK Imaging]

    Das komplett in schwarz gehaltene Gehäuse der Kodak Pixpro SP360-4K ziert ein großer 4K-Schriftzug. In dieser stehenden Stellung nimmt die Kamera 4K-Videos im üblichen 16:9-Seitenverhältnis mit 3840 x 2160 Pixel auf (8,3 Megapixel). [Foto: JK Imaging]

Ebenfalls angekündigt für die c ist eine Armband-Fernbedienung. Diese kann nicht nur eine, sondern gleich zwei Kameras steuern. Und das hat den Sinn, dass es später in diesem Jahr noch eine spezielle Halterung geben wird, in der zwei SP360-4K Rücken an Rücken montiert werden können. Über die Fernbedienung können beide Kameras dann synchron gestartet und gestoppt werden (über die App geht das nicht, da kann nur jeweils eine Kamera gesteuert werden). Beide Kameras filmen dann im Frontal-Modus jeweils "nur" eine 360x235-Grad-Sphäre. In einem Nachbearbeitungsprogramm, das der Hersteller derzeit noch entwickelt (fertige Lösungen gibt es von anderen Anbietern schon zu kaufen), werden die beiden Halbsphären dann im Übergangsbereich zu einer Vollspäre zusammengefügt. Das Ergebnis ist dann im Grunde ein Video, dass eine volle 360x360-Grad-Sphäre abdeckt (ok, rein technisch ist das nicht korrekt, das wäre "zweimal herum", aber diese Art der Angabe ist gebräuchlich, korrekt wäre eigentlich 360 x 180 Grad). Und die Qualität steigt, weil beide Kameras nur in dem Bereich genutzt werden, in dem die Abbildungsqualität des Objektivs noch gut ist. Also nur bis etwas über 180 Grad (aber nicht bis an die Grenze von 235 Grad, der Bereich wird dann ja schon wieder von der gegenüberliegenden Kamera erfasst). Eine sehr interessante Entwicklung also!

Update 2016-02-02 und 2016-02-12

In dieser Meldung hatten wir ursprünglich die auf der IFA 2015 erhaltene Information mitgeteilt, dass die Kamera ab Oktober 2015 zum Preis von 299 Euro (UVP) auf den Markt kommen soll. Tatsächlich kam die Kamera Mitte/Ende November 2015 in ersten Stückzahlen auf den Markt. Die Preisemfpehlungen betragen 449 Euro für die so genannten Aqua und Explorer Editionen sowie 499 für das Extreme-Kit. Es gibt auch noch ein so genanntes "Premier Pack", dass alle grundlegenden Zubehörteile enthält (aber kein Unterwassergehäuse/Schutzgehäuse) und uns auch für unseren Test vorliegt. Eine Preisempfehlung konnten wir hierfür bislang nicht herausfinden. Da der Lieferumfang etwas geringer ist als bei den Aqua und Explorer Editionen, könnte der Preis des Premium Packs evtl. bei knapp unter 400 Euro liegen. Auch die Lösung mit zwei Kameras ist mittlerweile lieferbar, nennt sich Dual Pro Pack und kostet 999 Euro (inkl. 2 Kameras, Fernbedienung, spezielle Halterung für zwei Kameras.

  • Bild Zwei Stück der neuen Kodak Pixpro SP360-4K Panorama-Actioncam montiert in der Doppel-Halterung und die für den Zwei-Kamera-Betrieb nötige Armbandfernbedienung. [Foto: MediaNord]

    Zwei Stück der neuen Kodak Pixpro SP360-4K Panorama-Actioncam montiert in der Doppel-Halterung und die für den Zwei-Kamera-Betrieb nötige Armbandfernbedienung. [Foto: MediaNord]