Mit der Mission-1-Serie kündigt GoPro eine neue Produktlinie kompakter Kinokameras an, die sich zwischen Actioncam, Produktionskamera und modularem System positioniert. Zum Start umfasst die Reihe die Modelle Mission 1 Pro, Mission 1 und Mission 1 Pro ILS. Letztere setzt auf ein spiegelloses Konzept mit Micro Four Thirds-Anschluss, während die beiden anderen Varianten als besonders kompakte, robuste Kameras ausgelegt sind. Allen gemeinsam sind ein neuer 50-MP-1-Zoll-Sensor und der GP3-Prozessor. GoPro beschreibt den Chip als 5-nm-Design mit hoher Energieeffizienz, das Bildqualität, Laufzeit und thermische Stabilität verbessern soll. Die Serie zielt damit auf Einsätze, bei denen kleine Bauform, hohe Auflösung und widerstandsfähige Konstruktion zusammenkommen.
Bei den Videoformaten unterscheiden sich die Modelle vor allem über Auflösung und maximale Bildrate. Mission 1 Pro und Mission 1 Pro ILS nehmen 16:9-Video bis 8K60, 4K240 und 1080p960 auf. Außerdem sind 1080p mit 480 Bildern/s und 1440p im 4:3-Format mit 480 Bildern/s ohne Burst möglich. Für offene Sensorformate unterstützen beide Kameras 8K30 und 4K120 Open Gate. Die Mission 1 übernimmt das Grundkonzept, ist aber auf 8K30, 4K120 und 1080p240 in 16:9 sowie 4K120 und 1440p240 in 4:3 begrenzt; im Open-Gate-Modus bleibt es bei 4K120. Die Serie soll damit sowohl klassische 16:9-Produktion als auch Reframing für mehrere Ausgabeformate abdecken.
Der 1-Zoll-Sensor arbeitet laut GoPro mit nativen 1,6-µm-Pixeln sowie 3,2-µm-Fused-Pixeln im Quad-Bayer-Modus. In Verbindung mit der neuen Bildverarbeitung verspricht der Hersteller eine verbesserte Low-Light-Leistung und einen Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen am Sensor. Für professionelle Postproduktion nennt GoPro 10-Bit-Farbe, GP-Log2, HLG-HDR, Timecode-Synchronisation für Multi-Cam-Setups und Bitraten bis 240 Mbit/s. Im Fotobereich sind Aufnahmen mit bis zu 50 MP möglich, einschließlich Raw-Dateien, HDR-Fotos im SuperPhoto-Modus und Serienbildern mit bis zu 60 Bildern/s.
Auch beim Ton richtet sich die Serie an anspruchsvollere Produktionen. 4 Mikrofone sollen Stereoaufnahme und Windgeräuschunterdrückung verbessern. Hinzu kommt 32-Bit-Float-Audio, um Übersteuerungen zu vermeiden. Über Bluetooth 5.3 lässt sich die Kamera drahtlos mit kompatiblen Geräten koppeln. Darüber hinaus nennt GoPro 13 Aufnahmemodi, die per maschinellem Lernen und Szenenerkennung auf typische Einsatzfelder abgestimmt sind. Dazu gehören ein Tauchmodus mit angepasster Farbverarbeitung und Stabilisierung sowie ein Vlog-Modus mit gesichtsbezogenem Framing und Tone Mapping. Wer manuell arbeiten will, kann die Automatikfunktionen umgehen.
Beim Gehäuse verweist GoPro auf ein neues Objektivdesign, größere Tasten und ein rückseitiges OLED-Display, das 14 % größer ausfällt als bei bisherigen Flaggschiffkameras der Marke. Das native Sichtfeld wird mit 159° angegeben. Mission 1 und Mission 1 Pro sind ohne Zusatzgehäuse bis 20 m wasserdicht; mit Schutzgehäuse steigt dieser Wert auf 60 m. Die Mission 1 Pro ILS ist wetterfest ausgeführt. Für die Laufzeit nennt GoPro mehr als 5 Stunden Aufnahme bei 1080p30 und mehr als 3 Stunden bei 4K30 pro Ladung. Möglich machen soll das unter anderem der neue Enduro-2-Akku mit 2150 mAh, der auch mit der Hero13 Black kompatibel ist.
Rund um die Kameras baut GoPro ein eigenes Zubehörsystem auf. Dazu gehören ein drahtloses Mikrofonsystem mit 24-Bit/48-kHz-Aufzeichnung, Media Mod mit Multi-Pattern-Mikrofon, 3,5-mm-Anschlüssen und Micro-HDMI, Point-and-Shoot-Griff, ND-Filter, Volta 2, Light Mod 2, Schutzgehäuse, Ladegerät und vertikaler Befestigungsadapter. Bei der Mission 1 Pro ILS hebt GoPro zusätzlich die Kompatibilität mit Micro Four Thirds-Objektiven und Adaptern hervor. Preise nennt GoPro in der Mitteilung noch nicht. Mission 1 Pro, Mission 1 Pro Grip Edition und Mission 1 sollen ab 21. Mai 2026 vorbestellbar sein und ab 28. Mai 2026 weltweit in den Handel kommen. Mission 1 Pro ILS sowie Creator- und Ultimate-Creator-Editionen sind für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Das Zubehör der Serie soll ab Mai 2026 bis ins dritte Quartal 2026 schrittweise verfügbar werden. Preise wurden noch nicht genannt. Auch Produktfotos sind bislang noch spärlich gesät und detaillierte technische Daten noch gar nicht veröffentlicht. Man kann also davon ausgehen, dass dies zunächst eine Vorankündigung anlässlich der Vorstellung auf der NAB-Messe ist und sicherlich später noch eine detaillierte Vorstellung folgen wird.
Zur weiteren Information veröffentlichen wir nachfolgend die Original-Presseinformation in der deutschen Übersetzung eingeklinkt.